Streicheleinheiten von Fremden

Streicheleinheiten von Fremden

 

Streicheleinheiten von Fremden

 

Begegnungen mit fremden Menschen beim spazieren gehen waren am Anfang für uns als Besitzer aber vor allem für unseren Hund Eddy eine große Zerreißprobe.

 

Ich als tierlieber Mensch, verstehe es, dass wenn man einen süßen Hund sieht, man gerne sofort hingehen möchte um die Fellnase zu knuddeln.

 

Aber ich würde niemals einfach auf einen fremden Hund zugehen und ihn streicheln. Sondern vorher fragen, ob es okay für den Hund und den Besitzer ist.

 

 

Leider sieht das nicht jeder so

 

Wie oft uns das passiert ist, dass sich Menschen ohne Vorwarnung einfach auf meinen Hund zu bewegen um ihn anzufassen, habe ich irgendwann nicht mehr gezählt.

 

Manchmal glaube ich, es liegt an seiner „Größe“

 

Eddy ist nicht der Größte mit seinen 30 Zentimetern. Ich glaube er erfüllt so einige Klischees eines zuckersüßen Schoßhundes. Der es einfach lieben muss, angefasst und gestreichelt zu werden.

 

Das aber auch kleine Hunde, nicht alles super finden, darüber denken viele nicht nach.

 

 

Das hat etwas mit Respekt gegenüber dem Hund zu tun

 

Bei großen Rassen, wird glaube ich eher überlegt, ob man diesen Hund jetzt einfach streichelt. Schließlich ist er groß und wenn der mal beißt…

 

Doch auch die kleinen Hunde haben Zähne und durchaus Kraft, jemandem ernsthaft wehzutun.
Also wieso nicht da auch, den nötigen Respekt?!

 

 

Ich traue meinem Hund, aber gebe keine Garantie

 

Als Besitzerin eines Hundes aus dem Tierschutz, bin in allem etwas vorsichtiger. Ich weiß leider nicht, wie Eddy aufgewachsen ist und oder was er schon erlebt hat.

 

Aber eins wurde mir ziemlich schnell klar: Fremden Menschen gegenüber ist er sehr misstrauisch.

 

 

Ich gehe ja auch nicht auf die Straße und umarme fremde Menschen

 

Denn ungefähr so ist es doch. Ich meine, klar sollte man seinen Hund nicht vermenschlichen, aber ich denke vom Gefühl her ist es für Mensch und Tier dasselbe.

 

Und ich kann sagen, dass es für mich unangenehm wäre wenn fremde Menschen auf mich zu kommen und mich umarmen.

 

 

Ich stelle mir vor, als würde ein Riese mich aus dem Nichts streicheln

 

So in etwa muss sich jeder Hund fühlen, der einfach angefasst wird.
Schön und respektvoll geht definitiv anders.

 

Tausendmal ist nichts passiert…

 

Die ersten paar Streicheleinheiten hat er sich gefallen lassen, aber mit eingezogener Rute. Man sah ihm an, dass es ihm Angst machte was da passiert.

 

Am besten wäre es gewesen, ich hätte es von Anfang an unterbunden. Aber nachher ist man immer schlauer. Braucht es oft eine negative Erfahrung, damit einem das bewusst wird.

 

 

Auch ein Hund scheint einen Geduldsfaden zu haben

 

Denn innerhalb der ersten paar Wochen und Begegnungen mit Menschen, die nicht aus Eddy´s Umfeld kamen, knurrte er und zeigte die Zähne sobald ihm jemand zu nahe kam.

 

Wie sollte er auch sonst zu verstehen geben, dass er das nicht möchte.

 

Also verliefen unsere Spaziergänge ab sofort etwas anders.

 

 

Du musst der Rudelführer werden

 

Das heißt du musst deinem Hund Sicherheit geben. Ihm zeigen, dass du die Situation im Griff hast.

Also wehrte ich weitere Streicheleinheiten von Fremden, nett aber bestimmt ab. Wenn man Menschen etwas freundlich erklärt, wieso, weshalb, warum, verstehen die meisten, wieso ich das nicht möchte.

 

 

Aber auch hier gibt es Beratungsresistente

 

Da hilft alles Gerede nicht. Und selbst das Knurren von Eddy, schreckte so manchen nicht ab.

Gebissen hat er bis heute noch nie. Aber dem ein oder anderen, hat er einen Schreck versetzt, indem er andeutete zu schnappen.

 

 

Wer nicht hören will, muss fühlen?!

 

Diesen Spruch durfte ich mir in meinen 30 Lebensjahren schon oft anhören. Freunde oder Bekannte, mit denen ich über die oben genannte Problematik gesprochen habe, sagten oft, die Leute seien dann wohl selbst Schuld wenn Eddy mal zu beißt.

 

Dem kann ich aber nur zu 50 Prozent zustimmen. Für mich als Besitzer, bin ich immer noch verantwortlich für das Handeln meines Hundes. Und für mich wäre es das Schlimmste, wenn Eddy einen Menschen verletzen würde.

 

 

Immer aufmerksam sein und die Körpersprache von seinem Hund deuten

 

Je länger man seinen Vierbeiner kennt, umso besser kannst du anhand seiner Körpersprache sehen, wie er sich fühlt. Bei unseren Spaziergängen achte ich mittlerweile darauf, wie Eddy sich bewegt.

 

Stehen die Ohren aufrecht, wie hält er seine Rute. Läuft er entspannt oder wird er immer schneller. Das sind die kleinen Dinge worauf ich achte und die mich zum Handeln führen.

 

 

Wichtig ist, das der Hund die Chance bekommt, seinen gegenüber auch kennenzulernen

 

Und das ist gar keine lange Prozedur, sondern innerhalb von vier Punkten zu erreichen.

 

  • Lass dich von den Menschen fragen, ob es okay ist wenn sie deinen Hund streicheln
  • Denn du als Besitzer kennst deinen Hund am besten

 

  • Die Person soll sich deiner Fellnase langsam nähern
    Ruhige aber selbstsichere Bewegungen sind hier das A und O

 

  • Hunde machen viel über ihren Geruchssinn
    So wie sich Hunde gegenseitig beschnüffeln, sollte man dem Hund seine flache Hand hin halten, damit er schnüffeln kann

 

  • Grobe und hastige Bewegungen vermeiden
    Achte darauf, dass dein Vierbeiner behutsam angefasst wird. Unter dem Kinn ist es besser als auf dem Kopf

 

 

Eddy bekommt zu Hause genug Streicheleinheiten

 

Somit lassen wir es im Moment gar nicht zu, dass andere Leute ihn anfassen. Einfach weil wir merken, wie nervös er ist.

Es ist für ihn noch purer Stress, wo er sich rein steigert. Das wollen wir ihm vorerst ersparen.

EDlovesTILLI

 

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