Herzlich Willkommen Eddy

Herzlich Willkommen Eddy

 

Die ersten Schritte ins neue Leben

 

 

Herzlich Willkommen neues Familienmitglied

 

Nach ungefähr 40 Minuten Autofahrt, die Eddy komplett verschlafen hat, sind wir zu Hause angekommen.

Wir schlossen die Wohnungstür auf und waren nervös. Wir alle, inklusive unserem neuen Familienmitglied.

 

Um ihm seine Freiheiten zu lassen, machten wir ihn von der Leine. Schließlich sollte er ganz alleine sein neues zu Hause erkunden.

Das wir ihm und uns damit aber keinen Gefallen getan hatten, erklärte uns später unser Hundetrainer.

 

 

Selbstbewusst tapste er durch die Wohnung

 

Er schaute sich um, checkte ab wo es Futter und Wasser gibt und sprang einfach auf unsere Couch. Wir hatten uns vorher schon geeinigt, dass er auf die Couch darf.

 

Einzige Tabuzone, unser Bett.

 

Da saß er also, unser Hund. Schaute uns an und füllte mein Herz bis oben hin.

Man merkte ihm an, dass ihn das alles sehr geschafft hatte. Also verhielten wir uns wie immer, erledigten Dinge in der Wohnung, unterhielten uns aber natürlich immer mit einem Auge auf Eddy.

 

Um Eddy nicht zu überfordern, erzählten wir nicht vielen Leuten in unserem Umfeld von dem Mitbewohner.

Wir wollten einfach nicht, dass an seinem ersten Tag, hier Leute klingeln um ihn zu sehen. Sollte er uns doch erstmal richtig Kennenlernen.

 

 

Er ist entspannt. Er ist angekommen

 

Er legte sich, auf die für ihn vorgesehene Decke auf dem Sofa und schlief. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn dabei sicherlich für gute 30 Minuten beobachtete.

Dabei wurde auch ich meine Anspannung los.

 

Den ersten Spaziergang absolvierten wir mit Bravur. Andere Hunde wurden begutachtet und es wurde geschnuppert was das Zeug hält.

Eddy war so abgelenkt von den Geräuschen und Gerüchen, dass er kaum in der Lage war seine Geschäfte zu verrichten.

 

Wir merkten schnell, dass Lkw´s und Traktoren ihn sehr verunsicherten. Bei lauten Geräuschen zuckte er zusammen. Aber auch daran würde er sich gewöhnen.

 

 

Der erste Tag, als Hundebesitzer eignete sich dem Ende zu

 

Somit mussten wir uns Gedanken machen, wo Eddy seinen Schlafplatz bekommt.

 

  • Im Wohnzimmer?
  • Im Flur?
  • Im Schlafzimmer bei uns?

 

Er nahm uns die Entscheidung ab. Denn als wir ins Bett gingen, blieb er einfach auf dem Sofa liegen. Zur Sicherheit, blieb die Tür zum Schlafzimmer auf.

Die Nacht verlief ruhig, schließlich war es für alle sehr aufregend.

 

Am nächsten Morgen war alles irgendwie noch hektisch und nicht so durchdacht. Ich war mir unsicher ob er sich morgens meldet, wenn er mal muss. Ich stellte mir also den Wecker auf 7.00 Uhr.

 

Der erste Kaffee fiel aus. Ich war mir einfach unsicher, wie nötig Eddy es hatte. Heute weiß ich, er ist so entspannt und ein kleiner Morgenmuffel, ich kann ganz in Ruhe nach dem Aufstehen einen Kaffee trinken 🙂

 

 

Generalprobe in Sachen „alleine bleiben“

 

Ich bin nicht nur Hundebesitzerin, sondern auch Patentante. Die Taufe meines Patenkindes konnte ich nicht verschieben oder verpassen.

Klar, wir hätten Eddy zu meinen Eltern bringen können. Aber hätten wir ihm einen Gefallen damit getan, wieder in eine völlig fremde Umgebung zu kommen?!

 

Eher nicht.

 

Also wagten wir es. Schließlich würden wir ja auch nach einer Woche Urlaub wieder zur Arbeit müssen.

 

 

Große Herausforderung, aber nur für uns

 

Wir klärten alles mit meinen Eltern ab. Da sie gegenüber von uns wohnen, machte es am meisten Sinn, dass einer von ihnen ab und zu rüber geht.

Jedoch nicht um in unsere Wohnung zu gehen, sondern nur am Küchenfenster zu hören.War es doch meine größte Angst, dass Eddy stundenlang weint und bellt.

 

Ich würde lügen wenn ich sage, dass wir eine entspannte Taufe hatten. Ich war gedanklich bei unserem Hund

 

Ist er traurig?

Macht er etwas kaputt?

Schafft er es einzuhalten?

Fühlt er sich im Stich gelassen?

 

Demnach, schrieb ich meinen Eltern stündlich, ob alles gut ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meinen Eltern ganz schön auf den Geist gegangen bin. Denn jedes Mal antwortete mein Vater mir, dass alles super ist.

 

Aber auch mein Vater war neugierig und lünkerte einfach mal durch unser Wohnzimmerfenster. Und was er da sah war ein schlafender und zufrieden aussehender Hund.

 

Alle Aufregung und Gedanken waren völlig umsonst. Denn ab dem Tag war amtlich, dass wir den besten Hund der Welt haben.

 

Und dann kommst du nach Hause und es ist jemand da, der sich vor Freude kaum noch einkriegt

 

Abends als wir dann nach Hause kamen, begrüßte Eddy uns euphorisch. Ich hatte ihn aber auch schmerzlich vermisst und freute mich mindestens genau so wie er.

 

Wir überschütteten ihn mit Streicheleinheiten und gutem Zureden, wie toll er das gemacht hat.

Hätte uns jemand dabei gesehen, ich denke ich würde diese Zeilen aus einer geschossenen Anstalt schreiben 🙂

 

 

Nicht jeder Hund kennt es alleine zu bleiben

 

Ich denke gerade daran, wie viel Texte ich zum Thema „alleine bleiben“ gelesen habe.

Wie oft ich den Mitgliedern unserer Whatsappgruppe, indem viele liebe Menschen sind die auch einen Hund von dem Verein adoptiert haben.

 

In den meisten dieser Texte stand, das Alleinbleiben zu üben, sollte man in kleinen Schritten angehen.

 

Das meiste in der Hundeerziehung läuft über Wiederholungen

 

Verlasse zu Anfang nur für einen Moment den Raum, indem der Hund sich gerade aufhält. Bleib 10 Sekunden vor der Türe. Ist er während deiner „Abwesenheit“ still und verhält sich ruhig, gehe wieder rein und feier eine Party.

 

Also zeig deinem Hund wie toll du das findest, dass er ruhig geblieben ist.

 

Baue diese Übung in euren Alltag ein und mache es ein paar Mal am Tag. Verlängere die Zeiten wo du vor der Tür bleibst.

Klingt mühsam und lästig, aber auf Dauer wird der Alltag mit Hund entspannter. Denn sind wir mal ehrlich, überall kann der Vierbeiner nicht mit hin.

 

Raus aus der Komfortzone

 

Kritiker, zu denen ich auch gehöre, stellen diese Methode zu Recht in Frage.

Denn schließlich haben Hunde eine ganz feine Nase und riechen mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass ich nur vor der Tür stehe.

 

Deswegen geht man immer weiter. Mal zwei Räume weiter und irgendwann dann ganz aus dem Haus/Wohnung. Aber vergesst nie, ordentlich auszuflippen wenn ihr wieder reinkommt.

 

Eine Erfolgsgarantie gibt dir niemand. Denn wie jeder Mensch, ist auch jedes Tier anders. Wir mussten dieses Training nicht machen. Aber im Austausch mit anderen Besitzern, habe ich oft gehört, dass sie es genauso wie oben beschrieben gemacht haben. Mit Erfolg!

 

Wenn es Hunde für Anfänger gibt, haben wir einen davon

 

Eventuell war es naiv und unüberlegt, ihn einfach mal alleine zu Hause zu lassen. In unserem Fall ist es gut gegangen. Eddy hat es uns die ersten paar Monate wirklich einfach gemacht.

Das er aber auch andere Charaktereigenschaften für uns parat hielt, ließ nicht sehr lange auf sich warten.

 

Dazu mehr im nächsten Beitrag…

EDlovesTILLI

 

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