Aller Anfang…

Aller Anfang…

 

„Hundeliebe auf den ersten Blick“

 

Da war es nun, das Bild von diesem kleinen süßen Hund, auf meinem Handy.

Um mich war es sofort geschehen, Thorsten fand ihn „etwas klein“.

 

Aber wir waren uns sofort einig, dass wir den kleinen Mann, bei seiner Pflegemama in Mühlheim besuchen fahren.

Ich besorgte mir die Nummer von Uta. Zu ihr ist Teddy White nach dem langen Transport von Kroatien nach Deutschland untergekommen.

Sie hat selbst zwei eigene Hunde und nimmt immer einen Pflegehund auf. Denn man sagt, sind die Tiere erst einmal in Deutschland, gestaltet sich die Vermittlung wesentlich einfacher.

 

Ich stellte Uta alle meine Fragen und wir tauschten uns über alles, was Teddy White anging aus.

Einen Besuchstermin vereinbarten wir für den 25.10.2017. Diese zwei Tage, zwischen schreiben und dem ersten Treffen, waren eine Qual.

 

Wir waren aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich.

 

 

„Wie wird er in echt aussehen?“

 

„Wird er uns mögen oder furchtbare Angst vor uns haben?“ Das waren so Gedanken die mir ständig durch den Kopf schwirrten.

 

Aber die insgeheime Vorfreude überwog. Schließlich stand für mich schon fest, dass dieser Hund wohl ganz bald zu uns gehören würde.

 

Auf dem Weg nach Mühlheim,bekam ich mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Ich konnte es noch nicht so glauben, dass wir das wirklich machen.

Angekommen bei Uta, begrüßten und drei wundervolle Hunde. Ich war fast schon überfordert, was diese ganze Situation anging.

 

Die Angst, er hätte vielleicht Angst vor uns, war wie weggeflogen als er auf uns zukam und mich ansah.

„Das ist er“

Damit wir uns gegenseitig „beschnuppern“ konnten, schlug Uta vor, dass wir einen kleinen Spaziergang zu dritt machen sollen. Gesagt,getan.

 

 

Ich war so nervös

 

Mein Herz machte einen Sprung. Das Bild da vor mir, mein Freund mit Teddy White am anderen Ende, genau in diesem Moment war ich die glücklichste Person in ganz Mühlheim 🙂

 

Mit dem Handy knipste ich ein paar Bilder. Denn auch meine Eltern fieberten zu Hause mit.

Dank der heutigen Technik, schickte ich meiner Mutter sofort ein Bild. Auch sie war ganz verzückt.

 

Wieder bei Uta, unterhielten wir uns. Sie erzählte von den Eigenarten ihres „Pflegis“ ( Abkürzung für Pflegehund).

Sie hielt uns für das perfekte zu Hause für ihren Schützling. Bat uns aber auch darum, eine Nacht drüber zu schlafen.

 

Wir einigten uns darauf, dass ich mich am nächsten Tag bei ihr melde, doch bereits zurück am Auto war klar, Das ist er!

 

 

Das ist unser neues Familienmitglied!

 

Den ganzen restlichen Abend, verbrachten wir damit zu überlegen, ob wir Teddy White einen neuen Namen geben. Das „White“ verschwand sofort.

Damit konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Teddy, war jetzt auch nicht so das, was ich mir vorstellte.

Wir hatten aber das Gefühl, es wäre nicht schön ihm einen ganz anderen Namen zu geben. Also nahmen wir ihm das „T“ und das „White“.

 

Unser Hund heißt Eddy

 

Den nächsten Morgen begann ich damit, während meiner ersten Tasse Kaffee, eine Nachricht an Uta zu schreiben.

In dieser schrieb ich ihr, dass wir Eddy nicht mehr aus dem Kopf bekommen und ihm sehr gerne ein neues zu Hause schenken möchten.

 

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Uta freute sich so sehr und schrieb, dass sie es wusste, als sie uns sah.

 

Ein Abholtag, war schnell gefunden.

Denn auch wenn sich das jetzt komisch anhört, je eher der eine Pflegehund in seiner neuen Familie ist, desto eher kann einem neuen Hund aus der Tötungsstation mit einem Pflegeplatz geholfen werden.

 

Mir war nur wichtig, dass wir alles da haben bevor Eddy bei uns einzieht.

Anstatt meinen freien Nachmittag auf der Couch zu verbringen, ging es für uns auf die Suche nach sämtlichen Hundezubehör.

 

Wenn wir mal ehrlich sind. Bei der Auswahl die man da bei sämtlichen Tierfachhändlern geboten bekommt fällt einem die Entscheidung nicht leicht.

Und wenn man dem netten Angestellten dann noch sagt, dass man alles braucht, ja dann können die Spiele beginnen.

 

Umgeben von Leinen, Körbchen und hochgestapelten Säcken an Futter, liefen mir die Augen nur so über. Während ich völlig in meinem Element war, behielt Thorsten unser Ziel klar vor Augen.

 

 

Die Erstausstattung war gekauft

 

Und mit jedem piepen des Scanners, wurde mir bewusster, dass morgen schon ein Hund bei uns leben wird.

Samstagmorgen, Ausnahmezustand!

Geduld, war noch nie eines meiner Stärken. Somit war ich verdammt früh wach. Um mich abzulenken, ging ich nochmal durch, ob wir alles haben.

Stellte das Körbchen zum hundertsten Mal woanders hin.

 

Punkt 11 Uhr standen wir bei Uta auf der Matte. In der Hand, das neue Geschirr mit Leine. Meine Hände waren feucht, mein Grinsen breit.

 

Die Tür ging auf, Eddy begrüßte uns. Man mag es mir glauben oder nicht, aber ich bin mir so sicher, dass Eddy genau wusste was los ist.

Er wusste, dass es jetzt nach Hause geht. Dahin wo er für immer bleiben darf und es ihm an nichts fehlen wird.

 

Neben den ganzen Gefühlen die man da so hat, muss man aber auch noch wichtige Dinge klären.

Papierkram gehört einfach dazu. Also kurz den Schutzvertrag durchgegangen und unterschrieben.

 

Einen für den Verein, den anderen für uns.

 

 

Dann kam der Abschied

 

Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an den Moment denke, als Uta sich von ihrem Pflegi verabschiedet hat. Sie war nicht traurig, sie war glücklich.

Denn wieder hat ein Hund ein zu Hause gefunden.

 

Zurück am Auto gingen mir so viele Sachen durch den Kopf. Vor allem hatte ich Bedenken was die Autofahrt anging.

Aber dieser Hund, unser Hund hat uns von Anfang an vertraut.

 

Die ganze Rückfahrt, schlief er eingekuschelt auf Thorstens Schoß.

 

Wie Eddy auf sein neues Reich reagiert hat und wie unsere ersten Tage als „Hundeeltern“ waren, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag…

 

EDlovesTILLI

 

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